Sonnencreme
Kaum ein Pflegeprodukt ist derart international marktbedeutend wie die Hautcreme, zu der im weitesten Sinn auch die Sonnencreme und ihre Derivate gehören. Zweifelsohne ist der Markt hart umkämpft. Da gibt es zahlreiche, fast schon klassische Hersteller bzw. Produktlinien und viele Supermarkt- und Drogerieketten bieten zudem ihre eigenen Serien an. Speziell der Sonnencreme, der Sonnenmilch und ähnlichen Hautschutzmitteln kommt dabei saisonbedingt eine besondere Rolle zu. Denn hier kann die Industrie neue Kunden gewinnen. Einen Sonnenschutz benötigen auch Menschen, die sonst nicht jeder neuen Produktreihe an Anti-Age-Salben und Feuchtigkeitscremes hinterherlaufen und nicht nur dabei sehr viel Geld in die Kassen der Hersteller spülen, sondern zum Teil auch ihre Haut unnötig belasten anstatt sie zu pflegen. Auch für das Sonnenschutzpflegemittel gelten Vor- und Nachteile, sinnvoller Einsatz, aber auch Gefahren, die bis hin zum zu Recht gefürchteten Hautkrebs führen können.Anzeigen
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Wozu braucht man eine Sonnencreme?
Die Antwort erscheint leicht, doch bei genauer Betrachtung der Materie Sonneneinwirkung auf die Haut und deren Folgeschäden wird eine genaue Stellungnahme schon schwieriger. Grundsätzlich dient die Sonnencreme bzw. Sonnenmilch natürlich dazu, die schädlichen Auswirkungen übermäßigen Sonnengenusses zu minimieren. Der Kaufanreiz ist jedoch bei dem überwiegenden Anteil der Kunden ein anderer. Die Haut soll angenehm und ohne lästige Nebenerscheinungen gebräunt werden und so einen gesunden Teint erhalten, der nach entspanntem Urlaub aussieht. Daher geht der Siegeszug der Sonnencreme auf dem Massenmarkt auch mit der Urlaubsbewegung einher.Zuerst einmal muss festgestellt werden, dass das Sonnenlicht nicht grundsätzlich schädlich ist. Wird der Körper der Sonnenstrahlung ausgesetzt, so fördert dies die Vitamin-D-Bildung (vor allem D2, D3; kommt wesentliche Rolle beim Kalzium-Stoffwechsel zu) im Körper. Sonnenlicht hat eine nachgewiesene positive Wirkung gegen Depressionen und unterstützt die Selbstheilungsprozesse der Haut. Die Brauntönung wird dadurch erzeugt, dass UV-Licht (UV-Licht liegt im nicht-sichtbaren Bereich unterhalb von 400 nm) die Melanocyten, pigmentbildende Zellen in der untersten Schicht der Haut (Epidermis), zur schnelleren Zellteilung anregt. In den Melanocyten ist der Farbstoff Melanin enthalten, der durch diese Anregung vermehrt sichtbar wird. Die Folge ist die Bräunung der Haut.
Wer also im angemessenen Rahmen Sonnenlicht empfängt, braucht beispielsweise weniger Pflegemittel für die Haut. Dabei muss es nicht immer die direkte Sonneneinstrahlung sein. Auch im Schatten wirken UV-A- und UV-B-Strahlen zu annähernd 50 Prozent und selbst innerhalb von Gebäuden nimmt die Haut noch bis zu 20 Prozent Sonnenlicht auf.
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